Hier können Sie KOMpetenzorientiert und PASSgenau die unterschiedlichsten Qualifizierungsangebote finden, die an den hessischen Hochschulen zur Durchführung von digital gestützter Lehre entwickelt wurden.

Die Digitalisierung der (Hochschul-)Lehre hat mit den Coronasemestern einen Höhepunkt erreicht. Allein in diesem Zeitraum wurden an jeder Hochschule zahlreiche asynchrone Angebote zur Professionalisierung der digital gestützten Lehre entwickelt. Die Angebote reichen von WBTs zum Recht im E-Learning, über Video-Tutorials zum Umgang mit Webkonferenz-Tools bis zu Lernmodulen über den Einsatz von aktivierenden Methoden in der digitalen Hochschullehre. Diese unterschiedlichsten Angebote haben wir gebündelt und systematisiert, um vor allem (Hochschul-)Lehrenden ein passgenaues Ansteuern und Auffinden der digitalen Materialien zu ermöglich. Die Basis für die Kategorisierung der von uns referenzierten Lernobjekte bildet das an der Goethe-Universität entwickelte Modell digitaler Kompetenzen von Lehrpersonen (Eichhorn, Müller, & Tillmann, 20171; Eichhorn & Tillmann, 20182). Das Modell beschreibt digitale Kompetenzen auf insgesamt acht Dimensionen und drei Niveaustufen. Ein auf dem Modell basierendes, validiertes Instrument dient u. a. zur Überprüfung des Kompetenzzuwachses im Rahmen des eLearning-Zertifikatsprogramms der Goethe-Universität. Damit bietet der Qualifizierungskompass eine Übersicht über die Qualifizierungsangebote nach:

  • Vorkenntnissen/Niveaustufen im Bereich E-Learning/Medienkompetenz;
  • Kompetenzdimensionen (bspw. Bedienen und anwenden, Mediendidaktik, Analysieren und reflektieren).

Die Kategorisierung der Lernobjekte soll dabei aber nicht nur Hochschullehrenden aller Statusgruppen das kompetenzorientierte und passgenaue Auffinden von Qualifizierungsangeboten erleichtern, sondern auch eine Trendbewertung der hessenweit vorliegenden Materialien vornehmen. So können zumindest implizit folgende Trends festgestellt werden:

  • im Bereich der Kompetenzdimensionen sind bestimmte Bereiche überrepräsentiert (bspw. Bedienen und anwenden), während es für andere Dimensionen Leerstellen gibt (bspw. Digitale Identität und Analysieren und reflektieren);
  • in bestimmten Formaten werden Lernobjekte seltener angeboten (bspw. Lernspiel);
  • die meisten Lernobjekte adressieren die Niveaustufe 1: Einsteigerin/Einsteiger (Überblickswissen, grundlegende digitale Fähigkeiten und Kompetenzen).

Weiterhin lassen sich mit dem Qualifizierungskompass Redundanzen erkennen und im Idealfall vermeiden. Falls Sie ein Angebot vermissen, geben Sie uns gerne Bescheid.


1 Eichhorn, M.; Müller, R.; & Tillmann, A. (2017). Entwicklung eines Kompetenzrasters zur Erfassung der ‚Digitalen Kompetenz‘ von Hochschullehrenden. In C. Igel (Hrsg.), Bildungsräume. Proceedings der 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW), Münster, New York: 2017. S. 209-219

2 Eichhorn, M.; & Tillmann, A. (2018). Digitale Kompetenzen von Hochschullehrenden messen: Validierungsstudie eines Kompetenzrasters In D. Kroemker & U. Schröder (Eds.), Lecture Notes in Informatics (LNI): P-284. DeLFI 2018 – Die 16. E-Learning Fachtagung Informatik. Bonn: Kölln Druck + Verlag GmbH